Marburg in Hessen
Copyright © 2016 Wolfgang Krebs. Alle Rechte vorbehalten.
Flüchtlinge in Marburg ..
Um   1939   lebten   in   Marburg   knapp   28.000   Einwohner.   Gegen   Ende   des   2.   Weltkrieges stieg    die    Einwohnerzahl    bis    1946    auf    knapp    39.000    Einwohner.    Rund    11.000 Flüchtlinge   aus   den   ehemaligen   Ostgebieten   kamen   damals   auf   der   Suche   nach einer    neuen    Heimat    nach    Marburg.    Auch    meine    Familie    kam    seinerzeit    von Ostpreußen bzw. Westpreußen (Elbing) in diese Stadt. Der   erste   aus   unserer   Familie   war   damals   mein   Großvater   der hier    in    Marburg    nach    vielen    Irrwegen    1945    ankam.    Am    23. Dezember   1949   folgte   dann   meine   Mutter,   die   5   Jahre   lang   unter schwersten   Bedingungen   als   verschlepptes   deutsches   Mädchen   in russischer    Gefangenschaft    verbracht    hatte.    1950    folgte    dann meine   Großmutter   und   1962   mein   Onkel   mit   seiner   Familie   aus England      (Schottland).      Mein      Onkel      war      in      englischer Kriegsgefangenschaft    und    hatte    dann    dort    ein    schottisches Mädchen geheiratet. Nur   sehr   wenigen   ist   Heute   noch   in   Erinnerung   mit   wie wenig    die    meisten    der    damaligen    Flüchtlinge    hier ankamen   und   wie   viel   sie   zur   Nachkriegsentwicklung Marburgs     beigetragen     haben.    Als     Hausangestellte, Arbeiter,    Handwerker    und    Beamte    versuchten    sie damals         in         diesen schweren   Zeiten   ihr   tägliches   Brot   zu   verdienen   und die    erste    Zeit    des    Neuanfangs    einigermaßen    zu überstehen. Mein   Großvater   war   viele   Jahre   als   Hausmeister   am Rotenberg   tätig,   meine   Mutter   als   Arbeiterin   in   der Hessischen   Schraubenfabrik   und   später   dann   als   Hausangestellte   bei   einer   ebenfalls aus Ostpreußen stammenden Familie. Ich   habe   hier   einmal   ein   paar   alte   Fotos   von   damals heraus   gesucht.   Vielleicht   erkennt   ja   noch   jemand die   eine   oder   andere   Person   auf   diesen   Fotos   wieder. Die      Fotos      wurden      damals      als      verschickbare Postkarten   hergestellt   und   zeigen   zum   größten   Teil frühere     Arbeitskollegen     meiner     Mutter     aus     der Hessischen Schraubenfabrik (HSF). Wie   man   auf   einigen   der   Fotos   deutlich   erkennen   kann,   konnte   es   aber   auch   in   den damals schweren Zeiten manchmal ganz lustig zugehen. (von Wolfgang Krebs)
Nach der Arbeit gönnte man sich auch damals schon ein Bierchen. Betriebsfeier Hessische Schraubenfabrik in den Stadtsälen Marburg. Betriebsfest, Hessische Schraubenfabrik 1953. Karneval 1956, Aufnahme vom 15.02.1956 Arbeiterin, Hessische Schraubenfabrik am 23.03.1956 Arbeiterin, Hessische Schraubenfabrik . Aufnahme vom 23.03.1956 Weihnachtsfeier, Hessische Schraubenfabrik 1954 in den alten Stadtsälen. Weihnachtsfeier der Belegschaft der Hessischen Schraubenfabrik 1955.
Marburg in Hessen
Copyright © 2016 Wolfgang Krebs. Alle Rechte vorbehalten.
Flüchtlinge in Marburg ..
Um   1939   lebten   in   Marburg   knapp   28.000   Einwohner.   Gegen Ende   des   2.   Weltkrieges   stieg   die   Einwohnerzahl   bis   1946 auf   knapp   39.000   Einwohner.   Rund   11.000   Flüchtlinge   aus den   ehemaligen   Ostgebieten   kamen   damals   auf   der   Suche nach    einer    neuen    Heimat    nach    Marburg.    Auch    meine Familie   kam   seinerzeit   von   Ostpreußen bzw.    Westpreußen    (Elbing)    in    diese Stadt. Der    erste    aus    unserer    Familie    war damals    mein    Großvater    der    hier    in Marburg    nach    vielen    Irrwegen    1945 ankam.   Am   23.   Dezember   1949   folgte dann   meine   Mutter,   die   5   Jahre   lang unter     schwersten     Bedingungen     als verschlepptes       deutsches       Mädchen       in       russischer Gefangenschaft   verbracht   hatte.   1950   folgte   dann   meine Großmutter   und   1962   mein   Onkel   mit   seiner   Familie   aus England     (Schottland).     Mein     Onkel     war     in     englischer Kriegsgefangenschaft   und   hatte   dann   dort   ein   schottisches Mädchen geheiratet. Nur   sehr   wenigen   ist   Heute noch   in   Erinnerung   mit   wie wenig      die      meisten      der damaligen    Flüchtlinge    hier ankamen   und   wie   viel   sie   zur Nachkriegsentwicklung    Marburgs    beigetragen    haben.    Als Hausangestellte,     Arbeiter,      Handwerker      und      Beamte versuchten    sie    damals    in    diesen    schweren    Zeiten    ihr tägliches    Brot    zu    verdienen    und    die    erste    Zeit    des Neuanfangs einigermaßen zu überstehen. Mein     Großvater     war     viele Jahre    als    Hausmeister    am Rotenberg       tätig,       meine Mutter   als   Arbeiterin   in   der Hessischen     Schraubenfabrik und       später       dann       als Hausangestellte     bei     einer     ebenfalls     aus     Ostpreußen stammenden Familie. Ich   habe   hier   einmal   ein   paar   alte   Fotos   von   damals   heraus gesucht.   Vielleicht   erkennt   ja   noch   jemand   die   eine   oder andere   Person   auf   diesen   Fotos   wieder.   Die   Fotos   wurden damals   als   verschickbare   Postkarten   hergestellt   und   zeigen zum   größten Teil   frühere Arbeitskollegen   meiner   Mutter   aus der Hessischen Schraubenfabrik (HSF). Wie    man    auf    einigen    der Fotos      deutlich      erkennen kann,   konnte   es   aber   auch in     den     damals     schweren Zeiten       manchmal       ganz lustig zugehen. (von Wolfgang Krebs)
Nach der Arbeit gönnte man sich auch damals schon ein Bierchen. Betriebsfeier Hessische Schraubenfabrik in den Stadtsälen Marburg. Arbeiterin, Hessische Schraubenfabrik . Aufnahme vom 23.03.1956 Weihnachtsfeier, Hessische Schraubenfabrik 1954 in den alten Stadtsälen.