Copyright © 2016 Wolfgang Krebs. Alle Rechte vorbehalten.
Marburg in Hessen

Kilian

Das   wahrscheinlich   älteste   noch   erhaltene   Gebäude   in   Marburg   ist   die   romanische Kilianskapelle   am   Schuhmarkt.   Das   Gebäude   entstand   etwa   zwischen   1180   und   1200 und wurde bis zur Reformationszeit (1526) als Kirche genutzt. Ab   1527   wurde   im   Kilian   die   Marburger   Stadtwaage   untergebracht.   Im   Kirchenchor richteten   die   Marburger   Schuhmacher   1535   ihre   Zunftstube   ein.   Das   Kirchenschiff erhielt im Jahr 1545 eine neue Bestimmung als Backstube. Im   Jahr   1552   vernichtete   eine   Flut   die   alte   steinerne   Brücke   zur   Marburger   Vorstadt Weidenhausen;    daraufhin    wurden    der    Ostturm,    die    Gewölbe    und    der    Giebel    des Kilians   abgerissen   und   die   Steine   für   die   nötige   Reparatur   der   zerstörten   Brücke verwendet. 1581   wurde   das   mittlerweile   zum   Schweinestall   verkommene   Gebäude   nach   einem Ratsbeschluss     wieder     instand     gesetzt.     Das     Gebäude     erhielt     nun     ein     neues Fachwerkobergeschoss   und   die   heute   noch   vorhandenen   Renaissancefenster.   Ab   1611 wurde der Bau als Schul- und Waisenhaus genutzt. Um   1872/73   erfolgte   dann   ein   erneuter   Umbau.   Danach   war   hier   zunächst   weiterhin eine   Schule,   später   ab   1910   die   Marburger   Stadtverwaltung   und   die   Stadtpolizei ansässig.    Während    der    NS-Zeit    war    im    Kilian    die    Dienststelle    der    Geheimen Staatspolizei (Gestapo) untergebracht. Im   Jahr   1964   wurde   der   Kilian   gründlich   renoviert   und   wurde   danach   Hauptsitz   des Deutschen Grünen Kreuzes.
Kilian, Aufnahme von 1999. Kilian, Aufnahme von 1999. Kilian, Aufnahme von 1999. Kilian, Aufnahme von 1999. Kilian, Aufnahme von 1999. < zurück < zurück weiter > weiter >
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Marburg in Hessen

Kilian

Das    wahrscheinlich    älteste    noch    erhaltene    Gebäude    in Marburg   ist   die   romanische   Kilianskapelle   am   Schuhmarkt. Das   Gebäude   entstand   etwa   zwischen   1180   und   1200   und wurde bis zur Reformationszeit (1526) als Kirche genutzt. Ab    1527    wurde    im    Kilian    die    Marburger    Stadtwaage untergebracht.    Im    Kirchenchor    richteten    die    Marburger Schuhmacher   1535   ihre   Zunftstube   ein.   Das   Kirchenschiff erhielt im Jahr 1545 eine neue Bestimmung als Backstube. Im    Jahr    1552    vernichtete    eine    Flut    die    alte    steinerne Brücke    zur    Marburger    Vorstadt    Weidenhausen;    daraufhin wurden    der    Ostturm,    die    Gewölbe    und    der    Giebel    des Kilians   abgerissen   und   die   Steine   für   die   nötige   Reparatur der zerstörten Brücke verwendet. 1581      wurde      das      mittlerweile      zum      Schweinestall verkommene    Gebäude    nach    einem    Ratsbeschluss    wieder instand    gesetzt.    Das    Gebäude    erhielt    nun    ein    neues Fachwerkobergeschoss    und    die    heute    noch    vorhandenen Renaissancefenster.   Ab   1611   wurde   der   Bau   als   Schul-   und Waisenhaus genutzt. Um   1872/73   erfolgte   dann   ein   erneuter   Umbau.   Danach war   hier   zunächst   weiterhin   eine   Schule,   später   ab   1910   die Marburger   Stadtverwaltung   und   die   Stadtpolizei   ansässig. Während    der    NS-Zeit    war    im    Kilian    die    Dienststelle    der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) untergebracht. Im    Jahr    1964    wurde    der    Kilian    gründlich    renoviert    und wurde danach Hauptsitz des Deutschen Grünen Kreuzes.
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