Copyright © 2016 Wolfgang Krebs. Alle Rechte vorbehalten.
Marburg in Hessen

Kirchen und Kapellen

Die    ältesten    urkundlichen    Erwähnungen    Marburgs    gehen    auf    etwa    das    Jahr    1130 zurück.   Damals   gehörte   das   noch   recht   unbedeutende   Dorf   Marburg   kirchlich   gesehen zur   Gemeinde   Weimar   (Lahn).   Marburger   und   Ockershäuser   mussten   damals   für   einen Kirchenbesuch   einen   weiten   Weg   bis   nach   Oberweimar   zurücklegen.   Erst   1227   erhielt Marburg    die    eigene    Pfarrbefugnis    und    wurde    zur    eigenständigen    Pfarrgemeinde erhoben. Das   älteste   heute   noch   existierende   Kirchengebäude   in   Marburg   (Kernstadt)   ist   die   um ca. 1180 - 1200 errichtete und bis 1526 als Kirche genutzte Kilianskirche. 1236    nach    dem   Tod    von    Elisabeth    von   Thüringen    (Heilige    Elisabeth)    begann    der Deutsche   Orden   mit   dem   Bau   der   der   frühgotischen   Elisabethkirche   die   im   Jahr   1283 geweiht und rund 50 Jahre später vollendet wurde. In   der   zweiten   Hälfte   des   13.   Jahrhunderts   entstand   gegenüber   der   Elisabethkirche ein   Pilgerfriedhof   mit   der   kleinen      St.   Michaelskapelle   (Michelchen)   die   1270   noch   vor der Elisabethkirche geweiht wurde. Um   1291   gründeten   die   Dominikaner   in   Marburg   ein   Kloster   mit   einer   kleinen   ca.   um 1300 entstandenen Kirche, der heutigen Universitätskirche. 1297    wurde    in    der    Oberstadt    die    auf    einem    früheren    Vorgängerbau    errichtete Marienkirche St Marien (..die spätere Lutherkirche) geweiht.  Etwa    um    das    Jahr    1310    herum    entstand    etwas    außerhalb    Weidenhausens    die Siechenkapelle St. Jost. Der   vorerst   letzte   größere   Kirchenbau   in   Marburg   war   die   von   den   Kugelherren   von 1500   -   1520   errichtete   Kugelkirche   die   nach   der   Auflösung   des   Kugelherrenstiftes   im Jahr 1527 in Besitz der neu gegründeten Marburger Universität überging. Erst   nach   dem   Ende   des   2.   Weltkrieg   mit   steigenden   Einwohnerzahlen   erhielt   Marburg ab   Ende   der   1950er   und   1960er   Jahre   wieder   einige   Kirchenneubauten   darunter   z.B. die   Kirche   St.   Peter   und   Paul   in   der   Biegenstraße,   die   Matthäuskirche   in   Marburgs Stadtteil   Ockershausen,   die   Markuskirche   in   der   Marbach,   und   die   Lukaskirche   in   der Zeppelinstraße.   Weitere   Neubauten   entstanden   am   Richtsberg,   in   Wehrda   und   der Fontanestraße. Weitere   Kirchen   und   Kapellen   gibt   es   in   den   vom   Marburger   Stadtkern   etwas   weiter entfernten Marburger Außenstadtteilen. Bemerkungen: Am   Pilgrimstein   findet   der   interessierte   Marburg   Besucher   auch   noch   die   letzten   Reste der   kleinen   Franziskuskapelle   die   Teil   des   um   1294   vom   Deutschen   Orden   erbauten Hospiz war und 1254 der Heiligen Elisabeth geweiht wurde.
< zurück < zurück weiter > weiter > Elisabethkirche, Aufnahme September 2014. Michelchen, Aufnahme September 2014. Ruine Franziskuskapelle, Aufnahme September 2014. Lutherische Pfarrkirche, Aufnahme 2002.
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Kirchen und Kapellen

Die   ältesten   urkundlichen   Erwähnungen   Marburgs   gehen   auf etwa   das   Jahr   1130   zurück.   Damals   gehörte   das   noch   recht unbedeutende     Dorf     Marburg     kirchlich     gesehen     zur Gemeinde    Weimar    (Lahn).    Marburger    und    Ockershäuser mussten   damals   für   einen   Kirchenbesuch   einen   weiten   Weg bis    nach    Oberweimar    zurücklegen.    Erst    1227    erhielt Marburg     die     eigene     Pfarrbefugnis     und     wurde     zur eigenständigen Pfarrgemeinde erhoben. Das    älteste    heute    noch    existierende    Kirchengebäude    in Marburg   (Kernstadt)   ist   die   um   ca.   1180   -   1200   errichtete und bis 1526 als Kirche genutzte Kilianskirche. 1236   nach   dem   Tod   von   Elisabeth   von   Thüringen   (Heilige Elisabeth)   begann   der   Deutsche   Orden   mit   dem   Bau   der   der frühgotischen   Elisabethkirche   die   im   Jahr   1283   geweiht   und rund 50 Jahre später vollendet wurde. In    der    zweiten    Hälfte    des    13.    Jahrhunderts    entstand gegenüber   der   Elisabethkirche   ein   Pilgerfriedhof   mit   der kleinen      St.   Michaelskapelle   (Michelchen)   die   1270   noch   vor der Elisabethkirche geweiht wurde. Um   1291   gründeten   die   Dominikaner   in   Marburg   ein   Kloster mit   einer   kleinen   ca.   um   1300   entstandenen   Kirche,   der heutigen Universitätskirche. 1297    wurde    in    der    Oberstadt    die    auf    einem    früheren Vorgängerbau    errichtete    Marienkirche    St    Marien    (..die spätere Lutherkirche) geweiht.  Etwa   um   das   Jahr   1310   herum   entstand   etwas   außerhalb Weidenhausens die Siechenkapelle St. Jost. Der   vorerst   letzte   größere   Kirchenbau   in   Marburg   war   die von     den     Kugelherren     von     1500     -     1520     errichtete Kugelkirche   die   nach   der   Auflösung   des   Kugelherrenstiftes im    Jahr    1527    in    Besitz    der    neu    gegründeten    Marburger Universität überging. Erst    nach    dem    Ende    des    2.    Weltkrieg    mit    steigenden Einwohnerzahlen   erhielt   Marburg   ab   Ende   der   1950er   und 1960er    Jahre    wieder    einige    Kirchenneubauten    darunter z.B.   die   Kirche   St.   Peter   und   Paul   in   der   Biegenstraße,   die Matthäuskirche    in    Marburgs    Stadtteil    Ockershausen,    die Markuskirche   in   der   Marbach,   und   die   Lukaskirche   in   der Zeppelinstraße.      Weitere      Neubauten      entstanden      am Richtsberg, in Wehrda und der Fontanestraße. Weitere   Kirchen   und   Kapellen   gibt   es   in   den   vom   Marburger Stadtkern        etwas        weiter        entfernten        Marburger Außenstadtteilen. Bemerkungen: Am   Pilgrimstein   findet   der   interessierte   Marburg   Besucher auch   noch   die   letzten   Reste   der   kleinen   Franziskuskapelle die Teil   des   um   1294   vom   Deutschen   Orden   erbauten   Hospiz war und 1254 der Heiligen Elisabeth geweiht wurde.
Elisabethkirche, Aufnahme September 2014. Ruine Franziskuskapelle, Aufnahme September 2014. < zurück < zurück weiter > weiter >