Bismarckturm Marburg - Marburg

Marburg
in
Hessen
Marburger Landgrafenschloss
Pilgrimstein, Marburg
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Bismarckturm Marburg

Sehenswertes > Aussichtspunkte
Der Marburger Bismarckturm wurde in den Jahren 1903 bis 1904 errichtet. Bereits Ende 1901 regte die Marburger Studentenschaft den Bau des Turmes an. Die Bereitstellung der Geldmittel erfolgte durch die Marburger Studenten und durch die Spenden von Marburger Bürgern. Der Entwurf des Turmes ist auf den Architekten und Professor Wilhelm Kreis zurückzuführen. Mit der Ausführung des Baues wurde das Marburger Architekturbüro Reising und Ziggel beauftragt.

Anfangs war man sich nicht einig, ob der Turm als reine Feuersäule oder als Aussichtsturm gebaut werden sollte. Schließlich entschied man sich aber für den Einbau einer Treppe.

Als Material für den Bau des Turmes wurde roter Sandstein verwendet. Am oberen Teil des Turmes befindet sich ein Relief, welches das Familienwappen der Familie von Bismarck zeigt. Die Turmkrone war ursprünglich mit einem Eisengestänge versehen, an dem 20 Feuerkästen aus Blech angehängt waren. Das Gestänge und die Kästen wurden aber 1966 entfernt.

Zur Aussichtsplattform, von der ein guter Blick über Marburg möglich sein sollte, gelangt man über 63 Treppenstufen. Leider ist der Turm heute aber verschlossen und für den normalen Besucher nicht mehr zugänglich. Allerdings ist der Blick auf die Stadt auch etwas unterhalb des Turmes recht beeindruckend (siehe Fotos).

Die Einweihung des Turmes fand am 21.06.1904 statt. Nach der feierlichen Schlüsselübergabe und diversen Ansprachen folgte ein Fackelzug der Studenten. Wahrscheinlich wurde an diesem Tag auch die erste Befeuerung des Turmes vorgenommen. Die Flammenhöhe des offenen Feuers lag bei etwa 10 bis 15 Meter und die Brenndauer bei ca. ein bis zwei Stunden.

Bis zum Beginn des 1. Weltkrieges fanden hier am Marburger Bismarckturm regelmäßig Sonnenwendfeiern und Feiern zum Geburtstag Bismarcks statt. Auch in der Weimarer Republik und während der NS-Zeit wurde der Turm, mehr oder minder häufig, für verschiedene Feiern genutzt. Nach Ende des 2. Weltkrieges gab es keine Gedenkfeuer oder Veranstaltungen mehr.

Im Jahr 1954 wurde vom Marburger Verschönerungsverein, anlässlich des fünfzigsten Bestehens des Turmes, in der Nähe der Säule eine kleine Schutzhütte (Sieberts Ruh) errichtet. Nach 1965 entstand am Turm eine kleine Parkanlage mit Wiesen und Bänken.

Der Turm ist bequem zu Fuß, per Bus oder mit dem eigenen Auto zu erreichen.
Copyright © 2017 Wolfgang Krebs.
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