Sagen vom Frauenberg - Marburg

Marburg
in
Hessen
Marburger Landgrafenschloss
Pilgrimstein, Marburg
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Sagen vom Frauenberg

Historisches > Sagen
Einst ging ein Bäcker durchs Land um Weizen aufzukaufen; als er am Frauenberg vorbei kam, fand er auf einer Wiese ein großes Tuch ausgebreitet. Auf dem Tuch befanden sich viele Weizenkörner. Überrascht von dem Fund steckte sich der Mann einige Probekörner in die Tasche und zog seines Weges weiter. Im nächsten Dorf boten ihm einige Bauern ihren Weizen an, dessen Qualität dem Bäcker aber nicht sonderlich gefiel. Als er nun in seine Tasche griff um den Bauern den besseren Weizen vom Frauenberg zu zeigen, hatten sich die Körner in lauter Goldstücke verwandelt. Der Bäcker ließ sich weiter nichts anmerken und eilte sofort zum Frauenberg zurück. Aber soviel er auch suchte, er fand die Stelle mit dem ausgebreiteten Tuch nicht wieder.

Eine andere Sage vom Frauenberg berichtet über einen großen Schatz der dort verborgen liege. Einmal verabredeten sich drei Männer aus Weidenhausen um den Schatz zu heben. Der Geschichte nach bedurften sie aber dazu einer Wünschelrute, einem Haselstock, der wie eine Gabel geformt ist, und um Mitternacht am ersten Advent gebrochen werden muss. Also warteten sie den ersten Advent ab, verschafften sich dann zuerst die Zauberrute und gingen dann in einer der nächsten Nächte zum Frauenberg und nahmen sich fest vor, dass keiner von Ihnen während der Schatzsuche ein Wort reden sollte, egal was auch immer passieren würde. Mit Hilfe der Wünschelrute fanden sie auch bald den richtigen Ort und begannen zu graben. Bereits nach kurzer Zeit stießen sie auf einen großen kupfernen Kessel, der aber auch mit vereinten Kräften kaum zu bewegen war. Während sie sich noch abmühten den Kessel aus dem Loch zu bekommen, gesellte sich ein kleiner Hund zu den Männern und fing fürchterlich zu heulen und zu bellen an, so das einer der Schatzgräber schon ganz ängstlich davon rennen wollte. Als einer der beiden anderen Männer dies bemerkte, vergaß er das Stillschweigen, stieß einen fürchterlichen Fluch aus und rief: "Greift zu und lasst uns fertig werden!" Kaum aber hatte er die Worte gesprochen, da verschwanden Kessel und Hund unter lautem Krachen und Getöse. Später kamen die Männer noch mehrmals zurück, fanden aber den richtigen Ort und den Kessel niemals wieder.

Frauenberg
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