Copyright © 2016 Wolfgang Krebs. Alle Rechte vorbehalten.
Marburg in Hessen

Lutherkirche

Die   Lutherische   Pfarrkirche,   auch   Marienkirche,   St.   Marien   oder   Marienpfarrkirche genannt ist nach der Elisabethkirche das größte Gotteshaus in Marburg. Bereits    in    der    ersten    Hälfte    des    13.    Jahrhunderts    besaß    Marburg    zwei    recht ansehnliche    romanische    Kirchen,    die    kleine    Kilianskirche    unterhalb    des    heutigen Marktplatzes   und   die   größere   Kirche   "Unserer   lieben   Frau".   Die   letztere,   auf   einer hohen    Terrasse    zwischen    Burg    und    Stadt    gelegen,    erhielt    im    Jahr    1227    die Pfarrbefugnis    (Erhebung    zur    selbständigen    Pfarrkirche).    Diese    Kirche    war    der Vorgängerbau der heutigen Marienpfarrkirche. Die    Marienpfarrkirche    entstand    in    mehreren    Bauabschnitten;    zunächst    der    hohe gotische   Chor   (geweiht   1297),   dann   das   im   14.   Jahrhundert   vollendete   Kirchenschiff und   schließlich   der   mächtige   spät   gotische   Westturm,   der   in   den   Jahren   zwischen 1447   und   1473   fertig   gestellt   wurde.   Um   1604   kam   noch   ein   kleiner   Renaissanceanbau an der Ostseite der Kirche hinzu. Besonders   markant   an   der   Pfarrkirche   ist   die   heute   weithin   sichtbare   Neigung   und Verdrehung   der   Turmspitze,   sie   ist   auf   die   lange   Einwirkung   von   Wind   und   Wetter zurückzuführen. Im    Innern    der    dreischiffigen    Hallenkirche    finden    wir    neben    den    Gräbern    zweier Hessischer   Landgrafen   und   ihrer   Frauen,   auch   den   im   17.   Jahrhundert   errichteten Altar.    Ein    um    1625    gegossene    Messing-Taufkessel    enthält    eine    spät    gotische Taufschale. In   einer   Nische   der   Kirche   ist   ein   um   etwa   1297   entstandenes   Wandgemälde,   eine Madonna,   erhalten.   Den   barocken   Orgelprospekt   baute   der   Hanauer   Orgelbaumeister Johann    Nikolaus    Schäfer    1721/22.    Die    Ornamentschnitzereien    stammen    von    dem Marburger Johann Friedrich Sommer. Westlich   neben   der   Pfarrkirche   steht   der   alte   um   ca.   1370   erbaute   Pfarrhof;   östlich das   um   1320   errichtete   Beinhaus   (Kerner).   Der   große   Parkplatz   vor   der   Pfarrkirche war in früherer Zeit der Marburger Kirchfriedhof.
Lutherkirche und Schloss, Aufnahme 1999. Lutherkirche, Aufnahme 1999. Lutherkirche, Aufnahme 1999. Das frühere Beinhaus (Kerner) der Lutherkirche, Aufn.: 1999. Lutherkirche, Aufnahme von 1999. Lutherkirche, Aufnahme 1999. Der Pfarrhof der Lutherkirche, Aufn.: 1999. Renaissanceanbau, Aufnahme von 1999. Lutherkirche vom Schloss aus gesehen, Aufn.: 1999. < zurück < zurück weiter > weiter >
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Marburg in Hessen

Lutherkirche

Die   Lutherische   Pfarrkirche,   auch   Marienkirche,   St.   Marien oder       Marienpfarrkirche       genannt       ist       nach       der Elisabethkirche das größte Gotteshaus in Marburg. Bereits   in   der   ersten   Hälfte   des   13.   Jahrhunderts   besaß Marburg   zwei   recht   ansehnliche   romanische   Kirchen,   die kleine    Kilianskirche    unterhalb    des    heutigen    Marktplatzes und   die   größere   Kirche   "Unserer   lieben   Frau".   Die   letztere, auf   einer   hohen   Terrasse   zwischen   Burg   und   Stadt   gelegen, erhielt    im    Jahr    1227    die    Pfarrbefugnis    (Erhebung    zur selbständigen      Pfarrkirche).      Diese      Kirche      war      der Vorgängerbau der heutigen Marienpfarrkirche. Die         Marienpfarrkirche         entstand         in         mehreren Bauabschnitten;   zunächst   der   hohe   gotische   Chor   (geweiht 1297),      dann      das      im      14.      Jahrhundert      vollendete Kirchenschiff   und   schließlich   der   mächtige   spät   gotische Westturm,   der   in   den   Jahren   zwischen   1447   und   1473   fertig gestellt     wurde.     Um     1604     kam     noch     ein     kleiner Renaissanceanbau an der Ostseite der Kirche hinzu. Besonders   markant   an   der   Pfarrkirche   ist   die   heute   weithin sichtbare   Neigung   und   Verdrehung   der   Turmspitze,   sie   ist auf     die     lange     Einwirkung     von     Wind     und     Wetter zurückzuführen. Im   Innern   der   dreischiffigen   Hallenkirche   finden   wir   neben den    Gräbern    zweier    Hessischer    Landgrafen    und    ihrer Frauen,   auch   den   im   17.   Jahrhundert   errichteten   Altar.   Ein um   1625   gegossene   Messing-Taufkessel   enthält   eine   spät gotische Taufschale. In     einer     Nische     der     Kirche     ist     ein     um     etwa     1297 entstandenes   Wandgemälde,   eine   Madonna,   erhalten.   Den barocken         Orgelprospekt         baute         der         Hanauer Orgelbaumeister    Johann    Nikolaus    Schäfer    1721/22.    Die Ornamentschnitzereien     stammen     von     dem     Marburger Johann Friedrich Sommer. Westlich   neben   der   Pfarrkirche   steht   der   alte   um   ca.   1370 erbaute   Pfarrhof;   östlich   das   um   1320   errichtete   Beinhaus (Kerner).   Der   große   Parkplatz   vor   der   Pfarrkirche   war   in früherer Zeit der Marburger Kirchfriedhof.
Lutherkirche und Schloss, Aufnahme 1999. < zurück < zurück weiter > weiter >