Marburg in Hessen
Copyright © 2016 Wolfgang Krebs. Alle Rechte vorbehalten.
Sagen aus Wehrda Die verschwundene Eiche. Ganz   in   der   Nähe   von   Wehrda   gibt   es   ein   Wasserloch.   In   alter   Zeit   soll   an   dieser   Stelle eine   alte,   mächtige   Eiche   gestanden   haben.   Eines   schönen   Tages   saß   ein   Jäger   mit seinem   angeleinten   Hund   unter   dieser   Eiche.   Als   die   beiden   eine   Zeit   unter   dem   Baum geweilt   hatten,   fing   der   Hund   plötzlich   an   unruhig   zu   werden.   Kräftig   zog   der   Hund   an der   Leine,   bis   das   der   Jäger   endlich   ein   Einsehen   hatte   und   dem   Verlangen   des   Hundes nachgab   und   den   Rastplatz   verließ.   Aber   kaum   war   er   ein paar   Dutzend   Schritte   vom   Baum   entfernt,   da   krachte   es gar   gewaltig   hinter   den   Beiden.   Als   der   Jäger   sich   dann aber     umdrehte     sah     er,     dass     der     gewaltige     Baum vollkommen    verschwunden    war.    Am    Ort,    wo    die    Eiche gestanden   hatte,   befand   sich   nun   aber   ein   Wasserloch.   Das Wasserloch   soll   sehr   tief   sein   und   ist   darum   später   mit einer   Einfriedung   umgeben   worden.   Am   gleichen   Tag   wie die   Eiche   verschwand   und   das   Wasserloch   entstand,   soll weiter oben am Berg ein Tümpel verschwunden sein. Das Totenkleid Im   heutigen   Marburger   Stadtteil   Wehrda   wettete   einmal   in   der   Spinnstube   ein   junge Magd,   das   sie   um   Mitternacht   zur   Kirche   gehen   und   dort   die   Bibel   vom   Altar   holen würde.    Als    Sie    die    Kirche    verließ,    verhedderte    sich    wie    zufällig,    ein    weißes    fast durchsichtiges   Gewand   an   ihrem   Kleid.   Als   die   Magd   nach   Hause   zurückkehrte   und   die unheimliche    Schleppe    an    ihrem    Kleid    wahrnahm,    wurde    das    Mädchen    vor    Schreck ohnmächtig.   In   der   folgenden   Nacht   klopfte   es   an   das   Fenster   ihrer   Kammer   und   eine Stimme   befahl   ihr   das   gestohlene   Gewand   zurückzubringen   oder   aber   ihr   würde   der   Hals gebrochen.    Auch    in    den    folgenden    zwei    Nächten    wurde    der    unheimliche    Befehl wiederholt.    Schließlich    entschloss    sich    die    Magd,    trotz    ihrer    Ängste,    dem    Befehl nachzukommen.   Sie   nahm   einen   bis   zur   Hälfte   abgeschälten   Haselstock   und   hängte   das Totenkleid   an   den   geschälten   Teil.   Dann   reichte   sie   zur   Mitternachtsstunde   das   Kleid   zur Kirchentür    hinein,    wo    es    auch    sofort    von    gespenstischer    Hand    entgegengenommen wurde.   Als    die    Magd    den    Stecken    zurückzog,    war    dieser    soweit    das    Kleid    an    ihm gehangen   hatte,   zu   Kohle   geworden.   Das   Mädchen   soll   nie   wieder   eine   ähnliche   Wette abgeschlossen haben.
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Sagen aus Wehrda Die verschwundene Eiche. Ganz   in   der   Nähe   von   Wehrda   gibt   es   ein   Wasserloch.   In alter   Zeit   soll   an   dieser   Stelle   eine   alte,   mächtige   Eiche gestanden   haben.   Eines   schönen   Tages   saß   ein   Jäger   mit seinem   angeleinten   Hund   unter   dieser   Eiche. Als   die   beiden eine   Zeit   unter   dem   Baum   geweilt   hatten,   fing   der   Hund plötzlich   an   unruhig   zu   werden.   Kräftig   zog   der   Hund   an der   Leine,   bis   das   der   Jäger   endlich   ein   Einsehen   hatte   und dem    Verlangen    des    Hundes nachgab    und    den    Rastplatz verließ. Aber   kaum   war   er   ein paar    Dutzend    Schritte    vom Baum   entfernt,   da   krachte   es gar      gewaltig      hinter      den Beiden.    Als    der    Jäger    sich dann   aber   umdrehte   sah   er, dass     der     gewaltige     Baum vollkommen       verschwunden war.    Am    Ort,    wo    die    Eiche gestanden   hatte,   befand   sich   nun   aber   ein   Wasserloch.   Das Wasserloch   soll   sehr   tief   sein   und   ist   darum   später   mit einer   Einfriedung   umgeben   worden.   Am   gleichen   Tag   wie die   Eiche   verschwand   und   das   Wasserloch   entstand,   soll weiter oben am Berg ein Tümpel verschwunden sein. Das Totenkleid Im   heutigen   Marburger   Stadtteil   Wehrda   wettete   einmal   in der   Spinnstube   ein   junge   Magd,   das   sie   um   Mitternacht   zur Kirche   gehen   und   dort   die   Bibel   vom Altar   holen   würde. Als Sie   die   Kirche   verließ,   verhedderte   sich   wie   zufällig,   ein weißes   fast   durchsichtiges   Gewand   an   ihrem   Kleid.   Als   die Magd    nach    Hause    zurückkehrte    und    die    unheimliche Schleppe   an   ihrem   Kleid   wahrnahm,   wurde   das   Mädchen vor   Schreck   ohnmächtig.   In   der   folgenden   Nacht   klopfte   es an   das   Fenster   ihrer   Kammer   und   eine   Stimme   befahl   ihr das    gestohlene    Gewand    zurückzubringen    oder    aber    ihr würde   der   Hals   gebrochen.   Auch   in   den   folgenden   zwei Nächten     wurde     der     unheimliche     Befehl     wiederholt. Schließlich   entschloss   sich   die   Magd,   trotz   ihrer   Ängste, dem   Befehl   nachzukommen.   Sie   nahm   einen   bis   zur   Hälfte abgeschälten   Haselstock   und   hängte   das   Totenkleid   an   den geschälten   Teil.   Dann   reichte   sie   zur   Mitternachtsstunde das   Kleid   zur   Kirchentür   hinein,   wo   es   auch   sofort   von gespenstischer    Hand    entgegengenommen    wurde.   Als    die Magd   den   Stecken   zurückzog,   war   dieser   soweit   das   Kleid an   ihm   gehangen   hatte,   zu   Kohle   geworden.   Das   Mädchen soll nie wieder eine ähnliche Wette abgeschlossen haben.
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